Posthornschnecke (PHS)

Wissenschaftlicher Name:
Planorbarius corneus


Beschreibung
Sie weist ein flach linksgewundenes Gehäuse mit einem Durchmesser von bis zu 4cm auf. Es besteht aus 4,5 bis 5 Windungen, ist fest und dickwandig. Der Mantel ist dunkelbraun bis rötlichschwarz.

Als einzige der europäischen Schneckenarten besitzt sie als Blutfarbstoff Hämoglobin und deshalb rotgefärbtes Blut. Durch die hohe Sauerstoffaffinität des Hämoglobins kann die Posthornschnecke auch in sehr sauerstoffarmen Gewässern überleben. Obwohl es sich um eine Lungenschnecke handelt, erfolgt die Atmung nur zu einem sehr geringen Teil durch die Aufnahme von atmosphärischer Luft. Es überwiegt der Gasaustausch über die Haut und eine in der Mantelhöhle ("Lunge") gelegene sekundäre Kieme. Diese sekundäre Kieme - ein lappenförmiger Fortsatz - ragt bei aktiven Tieren oft aus der Mantelhöhle heraus.Bisweilen gibt es Tiere in Albinoform. Diesen fehlt das dunkle Pigment Melanin, so dass die entsprechenden Schnecken aufgrund des Hämoglobins einen stark roten Körper haben.

Größe:
beide Geschlechter 2-2,5 cm


Alterserwartung:
ca. 2 - 3 Jahre                                                                        
 
Beckengröße:
in der Regel 5 adulte Tiere pro 10 Liter
Wassertemperatur:
17°C bis 26°C (höhere Temperaturen nur vorrübergehend)
 
Wasserwerte:
gH über 3 - 25  und Ph sollte zwischen 6 und 8,8 liegen.
  
Beckeneinrichtung:
Pflanzen, Moose, Mooskugeln, Hölzer, Wurzeln.... 
 
Nahrung:
Grünalgen, trockenes Buchenlaub,Granulat, Flockenfutter, Chips uvm.) Spirulinatabletten, Spirulinaflocken, Gurken (ohne Schale da Giftstoffe nicht zu 100% ausgeschlossen werden können), Frostfutter, Seemandelbaumblätter Spinat, Brennnessel uvm.
 
Vergesellschaftung:
friedlichen Fischen, andere Schnecken, verschiedenen Welsen und Garnelen 
 
Vermehrung und Zucht:
Wie die meisten Wasserlungenschnecken ist auch die Posthornschnecke ein Zwitter und legt im Sommer ihre Eier ab. Die Eier werden als flache, geleeartige Klumpen an Blattunterseiten von Wasserpflanzen gelegt. Selbstbefruchtung ist möglich, jedoch reduziert sich hierdurch die Schlupfrate auf nur 5 bis 6%. Die Fortpflanzung beginnt bei Temperaturen über 15°C.Eine ausgewachsene Schnecke kann in einer Nacht 2 - 3 Gelege produzieren wobei jedes Gelege durchschnittlich 15 - 20 Eier enthält.