Spitzschlammschnecke

Wissenschaftlicher Name:
Lymnaea stagnalis


Beschreibung
Die Art hat ein rechtsgewundenes, relativ dünnschaliges Gehäuse mit 7,5 Windungen und langer Spitze. Der Nabel ist geschlossen. Die ersten Umgänge nehmen gleichmäßig zu, während die letzte Windung sehr rasch zunimmt und bauchig erweitert ist. Die Gehäuse weisen aber eine erhebliche innerartliche Variabilität auf, etwa in Abhängigkeit vom Lebensraum. So haben Exemplare in Brandungszonen großer Seen verkürzte Gewinde und eine breitere Mündung samt Fuß. Tiere, die im bewegten Wasser von Schilfrohren leben, bilden am äußeren Mündungsrand einen Haken, mit dem sie Schilfhalme umklammern. Der Weichkörper ist grau bis braun gefärbt. Die Fühler sind groß und dreieckig; an ihrer Basis sitzen die Augen.
Sie wird sehr gerne gegen Polypen eingesetzt. Achtung Verwechslungsgefahr mit den Blasenschnecken!!!

Größe:
ca. 4,5 - 7 cm

Alterserwartung:
ca. 3 - 4 Jahre
 
Beckengröße:
ab. 40 Liter

Wassertemperatur:
17°C bis 26°C
 
Wasserwerte:
gH über 3 - 25  und Ph sollte zwischen 6 und 8,8 liegen.
  
Beckeneinrichtung:
Pflanzen, Moose, Mooskugeln, Hölzer, Wurzeln.... 
 
Nahrung:
Grünalgen, trockenes Buchenlaub,Granulat, Flockenfutter, Chips uvm.) Spirulinatabletten, Spirulinaflocken, Gurken (ohne Schale da Giftstoffe nicht zu 100% ausgeschlossen werden können), Frostfutter, Seemandelbaumblätter Spinat, Brennnessel uvm. Bei Überpopulation fressen sie auch ihren eigenen Laich. Die Spitzschlammschnecken weiden im Aquarium auch Rasen der grünen  Hydra (Hydra viridissima) ab und sind ein biologisches Mittel zur Reduktion des Befalls durch diese Süßwasserpolypen. Schneckenlaich anderer Arten, z. B. der Qquellblasenschnecke (Physa fontinalis) wird ebenfalls gefressen.
 
Vergesellschaftung:
friedlichen Fischen, andere Schnecken, verschiedenen Welsen und Garnelen 
 
Vermehrung und Zucht:
Die zwittrigen Tiere sind mit ungefähr 10 Wochen geschlechtsreif, befruchten sich jedoch nicht wechselseitig, sondern stets nur in einer Richtung. Nach der Befruchtung werden gallertige Laichschnüre an Wasserpflanzen angeheftet, die bis zu 200 Eier enthalten können. Aus den Eiern schlüpfen je nach Wassertemperatur nach etwa 14 Tagen die fertig entwickelten Jungen.