Turmdeckelschnecke (TDS)

Wissenschaftlicher Name:
Melanoides tuberculata


Beschreibung
Es gibt mehrere Arten dieser Schnecke, sie unterscheiden sich hauptsächlich an der Farbgebung ihres Gehäuses. 
Turmdeckelschnecken sind nachtaktive Tiere. Tagsüber graben sie sich im Kies ein. Deshalb werden sie auch als "Regenwürmer im Aquarium" bezeichnet. Im Kies ernähren sie sich vom angesammelten Mulm und lockern natürlich gleichzeitig den Bodengrund auf. Dies kommt dem Aquarium zu Gute. Sie vertilgen dort Pflanzen und Futterreste, die sonst das Aquariumwasser belasten würden. Bei geringem Nahrungsangebot ernähren sie sich auch von Algen, die sie an Scheiben und Pflanzen abweiden. Da sie Nachtaktiv sind, hat so mancher Aquarianer wenig Überblick darüber, wie viele dieser Schnecken sich in seinem Becken tatsächlich befinden.
Sie ist ein Zwitter (Selbstbefruchtend), und sie ist Lebendgebährend.
Genau diese Eigenschaften macht sie zu einem erfreulichem Bewohner im Aquarium, auch wenn sie eine Schnecke ist

Größe:
20 bis 27mm hoch und 7 bis 10mm breit

Alterserwartung:
bis zu 5 Jahre
 
Beckengröße:
ab 30 Liter
Wassertemperatur:
17°C bis 26°C (höhere Temperaturen nur vorrübergehend)
 
Wasserwerte:
gH über 3 - 25  und Ph sollte zwischen 6 und 8,8 liegen.
  
Beckeneinrichtung:
Pflanzen, Moose, Mooskugeln, Hölzer, Wurzeln.... 
 
Nahrung:
Grünalgen, trockenes Buchenlaub,Granulat, Flockenfutter, Chips uvm.) Spirulinatabletten, Spirulinaflocken, Gurken (ohne Schale da Giftstoffe nicht zu 100% ausgeschlossen werden können), Frostfutter, Seemandelbaumblätter Spinat, Brennnessel uvm.
 
Vergesellschaftung:
friedlichen Fischen, andere Schnecken, verschiedenen Welsen und Garnelen 
 
Vermehrung und Zucht:
Im Aquarium werden die Jungtiere bevorzugt bald nach einem Wasserwechsel geboren. Bei einem z.B. 10-tägigen Rhythmus synchronisiert sich der Fortpflanzungsrythmus fast aller Tiere entsprechend. Besonders bei vorauasgegangenem, üppigen Nahrungsangebot werden die Jungtiere dann fast aller Tiere am selben Tag, zur selben Stunde massenhaft geboren. In einem darauffolgenden Zeitraum von drei Monaten ohne Wasserwechsel wurde dieser 10-Tages-Rythmus von den meisten Tieren beibehalten. In einem Aquarium mit täglichem Wasserwechsel bildete sich kein solcher Rhythmus aus. Jedoch bildeten sich hier Gruppen von Weibchen, die gemeinsam Jungtiere zur Welt brachten.
Je nach Größe des Muttertieres wurde beobachtet, daß unterschiedlich viele Jungtiere je Muttertier und Geburtsvorgang geboren werden (2cm Gehäusehöhe: ein Jungtier; 2,5cm: ein bis 2 Jungtiere; 3cm: 2 bis 5 Jungtiere).
Bei hoher Populationsdichte oder Nahrungsknappheit suchen die Weibchen zum Entlassen der Jungtiere strömungsreiche Bereiche nahe der Wasseroberfläche auf. Bei geringer Populationsdichte bleiben die Muttertiere auch zur Geburt im Bodensubstrat oder sind nur kurz auf dem Boden zu beobachten.
Im ersteren Fall würde mehrfach beobachtet, daß das werdende Muttertier auf dem Weg zum Ort starker Strömung von einer meist kleineren Schnecke begleitet wird, die sich zur Geburt neben dem adulten Tier plaziert. Zur Geburt klappt das Muttertier das Gehäuse zur Seite. Der Vorgang des Entlassens des ersten Jungtieres dauert ca. 5 Minuten, während die folgenden Jungschnecken dann im Minutenrhytmus folgen. Anschließend kehren Mutterschnecke und das kleinere Tier wieder in den Bodengrund zurück. Ob die kleinere Schnecke lediglich die bei der Geburt der Jungtiere mit freigesetzten Nährzellen und Detritus frißt oder auch weitere Funktionen erfüllt, ist noch unklar.